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Heilung von einem Glioblastom

Erfahrungsbericht


Mit dem folgenden persönlichen Bericht möchte ich allen Betroffenen von schweren Krankheiten und deren Angehörigen Mut machen und Hoffnung geben. Es ist mein persönlicher Bericht, der meine Erfahrungen beschreibt, die ich gerne mit Ihnen teile.

Anfang 2008 wurde bei mir ein Hirntumor von der Größe eines Hühnereies diagnostiziert. Aufgrund der Größe und Lage des Tumors, wurde er umgehend entfernt. Nach der Operation gab es zwei schlechte Nachrichten: Zum einen war ich nach der Operation linksseitig gelähmt, zum anderen handelte es sich um einen bösartigen Tumor und zwar um ein Glioblastom. Wie ich lernen musste, gehört das Glioblastom zu den aggressivsten Tumoren.
Da lag ich nun mit 35 Jahren in einem Krankenhausbett und mein Leben sollte in ein paar Monaten vorbei sein. Durch meinen Kopf schoss nur ein Gedanke: "Ich will leben! Mir steht noch die zweite Hälfte meines Lebens zu!" Ich malte mir aus, was ich alles noch erleben will und was noch vor mir steht. Mein Tod passte nicht zu diesen wunderbaren Bildern vor meinem inneren Auge - Ich wollte auf jeden Fall Überleben.
Um mehr Kraft zum Überleben zu bekommen, richtete ich zunächst meine Gedanken auf ein positives Denken aus. Ich machte mir klar, dass Leute den Tumor überleben und geheilt werden. Weiter machte ich mir klar, dass nichts dagegen spricht, dass ich zu dieser glücklichen Gruppe gehören darf. Statistisch ist diese Chance zwar klein, aber welche Dinge habe ich in meinem Leben bereits erlebt, bei denen die Chance noch kleiner war? Weiter überlegte ich, welche Gründe dafür sprechen, dass ich eine bessere Chance habe. War ich zum Beispiel immer gesund? Ist die Chance nicht allein schon besser, weil ich mich mit dem Thema Heilung beschäftige und geheilt werden will ... auf einmal gab es viele Gründe, warum meine Chance besser war, als ich noch zuvor gedacht hatte und ich überleben werde.
Weiter suchte ich das Positive an meiner gesamten Situation: Der Tumor wurde vollständig entfernt. Bei der Operation wurde "nur" mein Bewegungszentrum beschädigt und ich bin bei klarem Verstand. Ich bin in einer guten Klinik. Die Krankheit gibt mir die Chance für einen Neuanfang in meinem Leben. Jeden Tag fielen mir mehr positive Argumente ein, warum ich geheilt werde. Als ich später wieder schreiben konnte, schrieb ich alle Argumente auf einen Zettel. Den Zettel lass ich mehrmals täglich durch, um meine positiven Gedanken zu stärken. In Momenten, an denen ich Zweifel an meiner Heilung hatte, lass ich den Zettel solange, bis die Zweifel verschwunden waren.



Aber bis ich etwas auf einem Zettel schreiben konnte, dauerte es noch. Im Moment lag ich noch gelähmt in dem Krankenhausbett. Der erste Schritt zu meiner Heilung war es, die Lähmung zu überwinden und wieder Laufen zu lernen. Ich verwendete soviel Zeit als möglich, um meinen Körper zu trainieren. Den Anstrengungen folgte bald der erste Erfolg: Ich konnte einen Finger wieder bewegen. Der Erfolg machte Mut, noch mehr zu trainieren bis ich die Hand und dann den Unterarm bewegen konnte. Die Ärzte machten mir Hoffnung, dass ich einen großen Teil meiner körperlichen Fähigkeiten wieder zurückerlangen könne. Zusammen mit den Krankengymnasten übte und übte ich. Schrittweise konnte ich einzelne Muskeln bewegen. Ich strengte mich soviel als möglich an, und jeden Tag ging die Lähmung weiter zurück.
Wichtig für mich war es in diesem Moment, dass ich selbst etwas Praktisches und Konkretes für meine Heilung tun konnte. Der Erfolg auf physischer Ebene gab mir Mut und Energie immer mehr an die Heilung des Tumors zu glauben. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg.
Die nächsten Schritte waren die Chemo- und Strahlentherapie und der folgende Aufenthalt in der Reha-Klinik. In dieser Zeit war die Unterstützung durch meine Familie und einige Freunde sehr wichtig. Ich bekam regelmäßig Besuch und Anrufe. Auch wenn es meiner Familie dabei nicht immer gut ging, verbreiteten sie immer gute Laune und machten alles um mich aufzumuntern. Hierdurch wurde meine Motivation weiter gestärkt. Im Gegenzug sahen sie meinen Glauben an meine Heilung und bekamen auch mehr Hoffnung und neuen Mut.
Bei den Besuchen wurde ich mit Büchern und Artikeln zum Thema Heilung von Krebs überhäuft. Eines Tages übergab mir meine Schwester ein ganz besonderes Buch: "Wieder GESUND werden" von O. Carl Simonton. Mit diesem Buch ging die Arbeit an meiner Heilung in die nächste Phase.
Mit der Simonton Methode, konnte ich selbst zu meiner Heilung beitragen. Ich war nicht mehr anderen ausgeliefert, sondern mein eigener Heiler. Allein der Gedanke, selber aktiv zu der Heilung beitragen zu können, gab mir unendlich viel Kraft und Hoffnung. Wie zuvor gegen die Lähmung, konnte ich jetzt etwas Praktisches und Konkretes gegen den Tumor tun.
Ich las in dem Buch, hörte die CD, meditierte, entspannte, setzte mir Ziele und visualisierte. Visualisieren - das war für mich der zentrale Punkt meiner Heilung. Bei dem Visualisieren stellt man sich das, was man anstrebt, bildlich vor. Das Unterbewusstsein, nimmt dieses Bild, was man vor seinem inneren Auge erzeugt, als Anweisung und setzt es um. Je klarer die Vorstellung des Heilungsprozesses ist, desto besser wird die Heilung vom Unterbewusstsein unterstützt. Ich malte ein Bild meiner Heilung: Armeen weiser Blutkörper stürzten sich auf kleine Tumorzellen. Unterstützt wurden sie von für den Tumor tödlichen Strahlen der Radiotherapie und "Chemo-Bomben". Die inneren Bilder wurden bei jeder Visualisierungsübung stärker und ich dachte mir immer neue Dinge aus, die ich dem Tumor antat.
Ich genoss jede Bestrahlung und jede Chemo. Ich stellte mir dabei vor, wie die Tumorzellen gerade zu Tausenden starben. Das Surren des Bestrahlungsgeräts war für mich in dieser Zeit das schönste Geräusch der Welt. Jede Chemotherapie wurde in meiner Vorstellung zu einer gewonnenen Schlacht gegen den Tumor.
Abseits der Arbeit nach Simonton, entdeckte ich eine weitere große Kraftquelle: Die Dankbarkeit. Ich genoss mein Leben in der Klinik so gut es nur ging und war für alles Schöne dankbar. Jeder der das tiefe Gefühl der Dankbarkeit einmal erlebt hat, weiß welche Kraft dahinter steckt. Ich war also für alles dankbar, was nur ging: Einen schönen Morgen, eine Schneeflocke, jeden Schritt den ich mehr gehen konnte, jeden Besuch und alles was irgendwie schön war. Alle diese Dinge schrieb ich in ein kleines Tagebuch und genoss dabei das Gefühl der Dankbarkeit. Wenn es mir einmal schlecht ging, lass ich in dem Buch und es ging mir gleich wieder etwas besser.
Nach der Entlassung aus der Reha Klinik, musste ich meine eigene Therapie zusammenstellen. Ich nahm zunächst jede Hilfe in Anspruch, die ich bekommen konnte: Alternative Medizin, spirituelle Heiler, Religion, Homöopathie, psychologisches Coaching, Feldenkrais und vieles mehr. Ich probierte alles aus, von dem ich hörte oder las. Was mir half - oder ich es zumindest glaubte - wandte ich weiter an. Was mir nicht half oder mir kein gutes Gefühl gab, beendete ich sofort. Nach kurzer Zeit war meine Therapie genau auf mich zurechtgeschnitten und ich glaubte an ihren Erfolg und an die Wirksamkeit eines jeden einzelnen Bestandteils. Änderten sich meine Bedürfnisse oder fand ich für mich Wirksameres, so passte ich meine Therapie an. So bildete sich "mein Team" von Heilern und Helfern um mich, an die ich glaubte. Jeder Arzt, Physiotherapeut oder sonstige Person aus "meinem Team" war von mir bewusst ausgewählt, genoss mein vollstes Vertrauen und gab mir Mut für die Heilung.
Im Gegenzug wandte ich mich von allen Personen ab, die meine Heilung nicht unterstützten oder bei denen ich ein schlechtes Gefühl hatte. Zunächst waren dies Patienten, die nicht viel Mut hatten und negative Energie verbreiteten. Weiter weigerte ich mich mit Ärzten zusammen zu arbeiten, die nicht an mich glaubten. Mein Freundeskreis dezimierte sich nach wenigen Wochen, auf wenige echte Freunde die mich unterstützen. Ebenso brach ich für die nächsten Monate den Kontakt zu Familienmitgliedern ab, die in Selbstmitleid ausbrachen, weil ich krank war.
Über den ganzen Weg der Heilung begleitete mich die Arbeit mit der Simonton Methode. Ich investierte auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus viel Zeit in diese Arbeit und nutzte die Chance ein Coaching nach der Simonton Methode zu besuchen. Das zweite Buch von Herrn Simonton "Auf dem Weg der BESSERUNG" gab meiner Heilungsarbeit wichtige neue Aspekte. Diese hier im Einzelnen zu beschreiben würde den Umfang des Textes sprengen.



Wesentlich für meine Heilung ist die Erkenntnis, dass eine Heilung nicht nur aus der Gesundung auf der körperlichen Ebene besteht, sondern auch geistige und spirituelle Aspekte hat. Selbst wenn der Tumor verschwunden ist, hat keine Heilung stattgefunden. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass er wiederkommt. Eine Heilung geschieht, wenn neben der körperlichen Ebene auch die geistige und seelische Ebene gesundet. In Gesprächen mit anderen Betroffenen und zwei Ärzten hat sich mir gezeigt, dass viele die einen Krebs oder Tumor überlebt haben, Ihr Leben geändert haben. Patienten, die die Chance auf Veränderung nicht genutzt haben, und geistig und seelisch stehen geblieben sind, wo sie vor der Erkrankung waren, hatten die schlechteren Chancen.
Bei mir persönlich haben sich viele Erkenntnisprozesse auf der geistigen Ebene vollzogen. Mein Wertesystem und meine Lebensziele haben sich in dem ersten Jahr nach der Erkrankung geändert. Karriere und materielle Dinge, die vorher mein Leben dominierten sind in den Hintergrund getreten. Zwischenmenschliche Beziehungen und neue Werte haben an Wichtigkeit gewonnen. Von vielen gesellschaftlichen und selbst auferlegten Zwängen konnte ich mich befreien, da mir klar wurde, wie unwichtig sie in Wirklichkeit sind.
Ein sehr wichtiger Teil der Heilung ist die Veränderung auf der spirituellen Ebene, welche ich durchlaufen habe. Vor meiner Erkrankung war ich Atheist und glaubte an gar nichts. Durch die Nähe zum Tod habe ich die geistige Welt erfahren, und mir wurden neue Perspektiven eröffnet. Dies ermöglichte mir auch die Arbeit von Heilern in Anspruch zu nehmen. Die Heilung meiner geistigen Seite, Lichtkörpers, Seele oder wie man es auch immer nennen mag, ist für mich der wesentliche Grund für meine Heilung. Anfangs hätte ich dies nicht für möglich gehalten und ich kann jeden verstehen, der diese Ansicht nicht teilt. Jedoch ist es wichtig offen zu sein, und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Man sollte immer offen für Wunder sein.



Die Chemotherapie habe ich schon lange abgesetzt, und das erste Jahr nach der Operation ist ebenfalls schon Vergangenheit. Dies bedeutet, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die die kritische Phase überstanden haben. Meine linke Körperhälfte braucht immer noch Krankengymnastik, doch sie ist mittlerweile so gut, dass ich im letzten Sommer leichte Bergtouren machen konnte und halbtags arbeite. Neben allem Negativen, hat jede Krankheit auch positive Aspekte. Im Nachhinein bin ich glücklich für die gemachten Erfahrungen. Für mich war meine Krankheit die Chance, mein Leben zu ändern. Ich packte es mein Leben, so umzugestalten, dass es jetzt schöner ist als vorher. Die Beziehungen zu meiner Frau, meinen Eltern und meiner Schwester sind enger als zuvor. Durch die Krankheit habe ich die Chance bekommen, den Wert meines Lebens zu erkennen und ein zweites, besseres Leben zu leben. In diesem Leben ist jeder Tag und jeder Moment wertvoll.

Ich möchte mit diesem Bericht, jeden ermutigen den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. Ein großer Teil der Heilung liegt in unseren eigenen Händen.


Quelle: www.heilungsbericht.com